Re-Use Park Tirol

Schnell raus aus der Fast Fashion

„Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist eine der Herausforderungen, denen wir uns heute stellen müssen.“ (Grömer, Poppenwimmer 2021)

Textilien – vor allem Kleidung – sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Sie sind überall präsent und stehen in großen Mengen zur Verfügung. Fast Fashion nennt sich der Trend in der Bekleidungsindustrie, bei dem massenhaft produziert wird und das zu erstaunlich günstigen Preisen. Wöchentlich erscheinen neue Kollektionen und der Konsument wird dazu angehalten die neue Ware zu kaufen, obwohl ein Großteil kaum oder gar nicht getragen wird.

Allerdings geht das auf Kosten der Umwelt. Neben der Ausbeutung unzähliger Menschen, die die Ware produzieren, wird die Umwelt durch Chemikalien verschmutzt und enorme Mengen Wasser verbraucht. Für ein T-Shirt werden vom Feld bis in den Shop etwa 2500 Liter Wasser benötigt. Die Modebranche ist für etwa 10 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich, vor allem durch lange Transportwege. Deshalb ist es besonders wichtig die Ressourcen zu schonen und sie im Kreislauf zu halten.

Es gibt aber viele Wege, um den Fallen der Fast Fashion zu entgehen und zurück zur Slow Fashion, dem Gegenteil des jetzigen Modells, zu finden. Alle Wege führen hin zu mehr Bewusstsein für Qualität, Produkt und Mode. Beispielsweise kann man das Prinzip der „Capture Wardrobe“ ausprobieren. Was für viele logisch klingt, ist für andere revolutionär. Man beschränkt die Kleidungsstücke im Kasten auf ein paar essenzielle Stücke, die von der Jahreszeit abhängig verschieden kombiniert werden. Erst wenn man ein Stück aussortiert, kauft man ein neues.

Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt, dass das Bewusstsein damals ein anderes war. Zur Zeit der Römer benötigte man für eine Tunika – vergleichbar mit einem T-Shirt – etwa 3 Monate Arbeitszeit. Angefangen beim Ernten, über das Spinnen und Zuschneiden bis hin zum Nähen. Dadurch bekamen die Kleidungsstücke einen ganz anderen Wert zugeschrieben als heute. Nach der Industriellen Revolution hat sich das geändert. Natürlich benötigen wir heute keine drei Monate mehr zur Herstellung eines Shirts, dennoch sollte der Wert, der in Landwirtschaft und Produktion liegt, geschätzt und die Qualität angehoben werden, anstelle möglichst viel und billig zu produzieren. Es ist doch schöner sein Lieblingsstück über Jahre zu tragen, nicht nur ein paar Mal!

Doch was macht man, wenn ein Stück dann doch einmal aussortiert wird? Im Anschluss wird dann ein Textilrecycling wichtig. Das bedeutet nicht nur ein Recycling an sich, sondern beinhaltet verschiedene Maßnahmen, wie Re-Use, Do-it-Yourself und Upcycling sowie das industrielle Recycling des Materials in Unternehmen. Auch das lässt sich schon aus der Geschichte übernehmen. Je nach Epoche zeigen archäologische Funde, dass Textilien umgenäht, geflickt und anderweitig wiederverwendet wurden. Der sparsame Umgang mit neuen Materialien schont die Ressourcen und die Umwelt. Denn dadurch werden auch CO2 und Wasser gespart.

Wie auch ihr diese Bewegung tatkräftig unterstützen und kreativ werden könnt, zeigen wir euch bei noamol. Schaut euch unsere DIY-Anleitungen an und besucht unsere Akteure in ihren Geschäften. Zudem folgen bald weitere Informationen und Beiträge zum Thema, in denen ihr mehr zu den Hintergründen erfahren werdet!

Infos aus:

Textilrecycling in der Urgeschichte - Archäologieblog - derStandard.at › Wissenschaft

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